Pflanzengemeinschaften

 

Wurzeloberflächen alleine reichen aber nicht aus, wenn wir nur die Wurzeln einer Pflanzenart haben. Jede Pflanzenart hat eine spezielle Zusammensetzung der Wurzelausscheidungen. Dadurch steuern sie die Zusammensetzung der sie umgebenden Bodenbiologie. Mit dieser Biologie steht die Pflanze in dauerndem Austausch.

Es ist eine Symbiose. Die Pflanze gibt Wurzelausscheidungen ab → die entsprechende Biologie bildet sich → die Biologie erzeugt Stoffwechselprodukte und schließt Mineralstoffe auf → Stoffwechselprodukte und Mineralstoffe stehen der Pflanze als Nährstoffe zur Verfügung → diese Nährstoffe werden bei Bedarf von der Pflanze aktiv mobilisiert (z.B. wenn die Sonne scheint → Energie zur Verfügung steht).

Nun wird klar, weshalb wir Pflanzengemeinschaften brauchen. Jede Pflanze unterstützt einen bestimmten Bereich der Bodenbiologie. Erst im Verbund verschiedener Pflanzenarten kann das ganze Spektrum der Bodenbiologie kultiviert und zur vollen Leistungsfähigkeit entwickelt werden. Erst dann kann das Bodennahrungsnetz in vollem Umfang aktiv werden. Dies setzt voraus, dass man die Kenntnisse hat, welche Pflanzenkombinationen besonders effektiv sind und optimale Vorfruchtwirkungen für Folgekulturen aufweisen. Dies ist einer unserer Arbeitsschwerpunkte.

Ein weiterer Aspekt sind die unterschiedlichen Durchwurzelungsräume. Kombinationen aus Flach- und Tiefwurzlern sind perfekt.