Bodenbiologie

 

Wenn das Fundament stimmt (Chemie und Physik), dann sind wichtige Rahmenbedingungen für die Bodenbiologie geschaffen.

Ein biologisch aktiver Boden hat ohne weiteres ca. 10.000Kg Bodenleben/ha bis in 80cm Bodentiefe. Davon ist mehr als 50% für das bloße Auge nicht sichtbar (= Mikrobiologie).

Somit haben wir im Boden Leben in der Größenordnung von 20 Kühe, das sind 20 GV (GV = Großvieheinheiten) je ha zu füttern. Zum Vergleich: in der Tierhaltung liegt die max. Bestandsdichte im Biobereich bei 2 GV/ha.

Um diese Menge an Bodenleben zu „füttern“, brauchen wir Energie. Diese wird durch lebende Pflanzen und Pflanzenrückstände bereitgestellt. Dafür liefert die Bodenbiologie das Bodennahrungsnetz, das dafür sorgt, dass Pflanzenrückstände über viele Stufen abgebaut und die Nährstoffe lebend verbaut den Pflanzen zur Verfügung stehen. Hier liegt das Geheimnis der hohen Produktivität biologisch aktiver Böden. Das Bodenleben speichert nicht nur Nährstoffe und stellt diese den Pflanzen bei Bedarf verlustfrei zur Verfügung. Wasserspeicherung, Hygienisierung des Bodens und Kohlenstoffbindung (und somit aktiver Beitrag der CO2-Reduzierung der Atmosphäre) sind weitere wichtige Eigenschaften.